Nach über 2 ½ Jahren erstmals wieder im Weltcup aktiv

Dezember 2017Die bloßen Zahlen klingen natürlich erst einmal ernüchternd: Platz 43 letztes Wochenende beim Weltcup in Hinterzarten und damit, wenn auch knapp, in der Qualifikation gescheitert. Und trotzdem bin ich nicht unzufrieden, kann und darf es einfach nicht sein. Am 13.03.2015 hatte ich in Oslo meinen letzten Weltcupeinsatz, der Winter 2015/2016 begann und endete für mich am 11. Dezember 2015 mit dem schweren Sturz beim Continetalcup in Notodden.

Es hat bis zum 9. August dieses Jahres gedauert, bis ich mich wieder in die Anlaufspur einer Sprungschanze wagen konnte. Alleine das war nach den ganzen schweren Verletzungen schon ein kleines/großes Wunder und sehr viel harte Arbeit.

Anfang letzten Monats dann die ersten Sprünge auf Schnee, mit dieser Trainingsgrundlage kann man im Weltcup keine guten Plätze in den Weltcup-Rängen erwarten. Wie schwierig es bei der gegenwärtigen Leistungsdichte ist, verletzungsbedingte Trainingsausfälle zu kompensieren, zeigen auch die Resultate anderer Weltspitze-Skispringerinnen.

Ich werde weiter konzentriert arbeiten, um in dieser Saison mich noch für Einsätze im deutschen Weltcup-Team zu empfehlen. In der jetzigen Situation, wo unser Team so leistungsstark ist, ist es alles andere als eine leichte Aufgabe.

Auch auf diesem Wege möchte ich mich noch einmal bei allen bedanken, die besonders in den letzten 2 Jahren für mich da waren und mich zur jeder Zeit unterstützt haben!

Für die kommenden Weihnachtstage wünsche ich euch eine schöne Zeit und dann auch schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Genießt die Zeit mit Eurer Familie und Freunden!

Eure Ulrike



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Viel Spaß beim lesen!

Volle Konzentration



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Zurück auf der Schanze!!!

Bundespolizeisportschule Bad EndorfEndlich wieder gute Nachrichten von mir und damit das Wichtigste gleich zu Beginn:

ICH SPRINGE WIEDER!

Im August war es endlich soweit. Nach einer für mich endlosen Leidenszeit  hat es mehr als 20 Monate gedauert, ehe ich mich wieder auf eine Schanze gewagt habe. Einfach wieder in die Anlaufspur zu gehen, das Gefühl zu fliegen, das war einfach schön.

Komischerweise hatte ich im Vorfeld mehr Angst vor dem mulmigen Gefühl, welches einen wohl beschleichen könne, wenn man dann wieder auf diesem schmalen Balken sitzt. Aber erst einmal oben funktionierten die Automatismen und das Kribbeln im Bauch beim Sprung hat für eine Menge weniger schöner Dinge in den letzten Monaten entschädigt.

Natürlich bin ich noch lange nicht in Weltcupform, dazu bedarf es noch einer Menge Anstrengungen. Um überhaupt wieder in Richtung Nationalmannschaft schielen zu können, wird viel Geduld nötig sein, aber in diesem Punkt – also im geduldig sein – bin ich in den letzten Wochen und Monaten ja sehr geübt. Aber der erste Schritt ist wieder gemacht.

Ob es noch einmal für ganz weit vorn reichen wird, kann ich im Moment nicht sagen. Aber ich will noch einmal angreifen und hoffe, dass nach den vielen Seuchenjahren möglicherweise auch ein Quäntchen Glück mal auf meiner Seite ist. Am Trainingseifer soll es jedenfalls nicht mangeln. Am nächsten Wochenende werde ich bei den Deutschen Meisterschaften erstmals wieder einen Wettkampf bestreiten. Es wird eine erste Standortbestimmung sein, wie weit ich noch „weg bin“.

Ich wollte nach den ersten Sprüngen erst einmal schauen, wohin die Reise geht und habe mich bewusst dafür entschieden, erst jetzt davon zu berichten.

Sehr gefreut habe ich mich übrigens über die Einladung zum Forum Nordicum vor 2 Wochen in Klingenthal. Ich empfand es als eine Anerkennung meiner bisherigen Laufbahn und auch als zusätzliche Motivation, es nochmal mit aller Kraft zu versuchen.

Letzte Woche stand dann auch noch die alljährliche Einkleidung des Deutschen Skiverbands auf dem Programm. Danke an alle Ausrüster, die uns für die anstehende Saison unterstützen.

Abschließend will ich natürlich nicht versäumen, mich bei all jenen zu bedanken, die in den nicht immer leichten letzten Monaten zu mir gehalten haben, die mir die Daumen drückten, damit aus dem Comeback was wird, die mir Mut zugesprochen und mich getröstet haben, wenn ich die Brocken hinwerfen wollte. Ja, auch diese seltenen Momente gab es.

Bis bald und viele liebe Grüße,

Eure Ulrike



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