Biografie

Geburtsdatum /-ort: 17.05.1987, Eilenburg
Anschrift: Ulrike Gräßler

 

Postfach 11 19

04831 Eilenburg

Familienstand: ledig
Beruf: Polizeiobermeisterin (Bundespolizei)
Hobbys: Freunde treffen, mit meinem Moped fahren, in der Sonne liegen und verreisen
Lieblingsfarbe: gelb
Diese Länder würde ich noch gerne bereisen: Hawaii,Panama,Südamerika (Rundreise),Südafrika

 

 

 

Kleiner Lebenslauf:

Ich wurde am 17.05.1987 in Eilenburg bei Leipzig geboren.
1994 nahm mich mein Bruder Axel mit zum Training der Skispringer. Mein erster Trainer beim SV Lok Eilenburg war Bodo Dotzauer.

Zu dieser Zeit gab es noch keine eigenständigen Skisprungwettbewerbe für Mädchen, oft war ich die einzige weibliche Teilnehmerin bei den Wettkämpfen. Das internationale Damenskispringen in Meinerzhagen im Jahr 2000 war mein erster reiner Damenwettbewerb.

Im November 2000 wechselte ich zum VSC Klingenthal auf das Sportinternat und trainierte dort bei Heinz Wosipiwo. 2006 machte ich am dortigen Sportgymnasium mein Abitur. Als erste Skispringerin durfte ich ab dem Herbst 2006 eine Ausbildung an der Bundespolizeisportschule Bad Endorf beginnen. Diese beendete ich erfolgreich 2010 und als Polizeimeisterin.

Die rasante Entwicklung meiner Sportart habe ich unmittelbar miterlebt. Ich habe an den ersten Deutschen Meisterschaften im Damenskispringen teilgenommen (2001 Meinerzhagen).
2004 erlebte ich die Einführung des Continentalcups (CoC) für Frauen mit.
2009 qualifizierte ich mich für die erste Weltmeisterschaft (Liberec) im Damenskispringen und wurde  Vizeweltmeisterin.
2011/12 wurde dann auch der Weltcup für die Damen eingeführt. Dort konnte ich in der Gesamtwertung einen guten vierten Platz erreichen.

Die Saison 2012/13 begann wenig verheißungsvoll. Rechtzeitg zu WM in Val di Fiemme konnte ich mich in Form bringen und gemeinsam mit Carina Vogt, Richard Freitag und Severin Freund die Bronzemedaille im Mixed-Team gewinnen.

Eine Not-Blinddarm-OP währen einer Wettkampfreise im September 2013 in Rußland warf mich vor der Saison 2013/14 in der Vorbereitung zurück. Trotzdem gelang es mir, mich für die Spiele in Sotchi zu qualifizieren. Die Teilnahme an den Olympischen Spielen war die Krönung meiner Laufbahn.
Die gesundheitlichen Folgen nach der Blinddarm-OP in Russland erwiesen sich als sehr langwierig. Vernarbungen machten sich vor allem bei intensiven Trainingseinheiten schmerzhaft bemerkbar, die Vorbereitungen auf die Saison 2014/2015 gestaltete sich dadurch alles andere als optimal. Mit viel Energie ist es mir dennoch gelungen, mich zum vierten Mal in Folge für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren (Falun, Platz 22).

Beim ersten Winterwettkampf der Saison 2015/2016 stürzte ich dann in Notodden so schwer, das ich erst nach 20 Monaten wieder auf eine Schanze steigen konnte.

Im Dezember 2017 stand ich in Hinterzarten erstmals nach über 2 1/2 Jahren wieder am Start eines Weltcups (Platz 43).

Im Januar 2018 gelang es mir beim Weltcup in Zao nochmals einen Weltcup-Punkt zu erkämpfen. Ein Highlight meines Comeback war auch, dass wir den begehrten Sieg in der Nationenwertung mit ganzen 5 (!) Punkten Vorsprung vor Japan gewinnen konnten.

Im Frühjahr 2018 reifte dann immer mehr der Entschluss, meine Laufbahn zu beenden. Körperliche Einschränkungen, besonders in der Beweglichkeit im Knie und Fussgelenk, spielten bei meiner Entscheidung ebenfalls eine Rolle. Die Nichtnominierung für einen Kaderstatus des DSV für die Saison 2018/2019 gaben dann letztendlich den finalen Impuls für diesen Entschluss.

Anlässlich des Sommer-Grand-Prix-Springens in Klingenthal am 03.10.2018 wurde ich dann vor über 4000 Zuschauern vom DSV bei einer emotionalen Verabschiedung mit dem Sportehrenzeichen in Silber ausgezeichnet.

 

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