Vor genau 365 Tagen am Boden zerstört

365 Tage späterEs ist jetzt ein Jahr her, als mich der schwere Sturz von Notodden aus dem Rennen genommen hat. Inzwischen sind die Verletzungen weitestgehend ausgeheilt, mehrere Operationen waren notwendig und ich bin nach wie vor in einem Prozess zwischen Reha-Maßnahmen und Aufbautraining. Danke für Eure lieben Grüße und Genesungswünsche, die haben mir geholfen, mich von den Verletzungen wieder zu erholen. Wann ich auf die Schanzen zurückkehren kann, steht im Augenblick noch nicht fest; ich übe mich aber in Geduld, denn zu schnell wieder zu viel zu wollen, schadet bekanntlich mehr, als dass es etwas nützt. Der Sturz, die Zeit danach und der damit verbundene Karriere-Einschnitt haben meine sportliche Laufbahn sehr geprägt. Wenn ich ehrlich bin, hoffe ich, dass der Kelch an Krankheiten und Verletzungen nun ausreichend gefüllt ist, denn eigentlich ist seit meiner Blinddarmoperation im Herbst 2013 für mich „normales“ Training nicht mehr wirklich möglich gewesen. Auch deshalb versuche ich, meinen Neueinstieg in aller Ruhe und ohne Hast anzugehen. Aber – auch das will ich gerne zugeben – es kribbelt schon ein wenig, wenn man zuschauen muss, wie die Konkurrenz jetzt wieder in den Weltcupwinter eingestiegen ist. Es hilft aber alles nichts, die Aufgabe, die vor mir liegt, erfordert meine ganze Aufmerksamkeit und Kraft. Ich hoffe, spätestens im nächsten Weltcupwinter wieder mit auf der Schanze zu stehen – und dann endlich wieder im Vollbesitz meiner Kräfte mithalten zu können. Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir für mein Comeback weiterhin die Daumen drückt.

Ich wünsche euch allen einen schönen 3. Advent!

Liebe Grüße,

Eure Ulrike



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